GEWÄSSERNETZ LEBENDIGE SAALE
Gewässernetzwerk - übergreifendes
Netzwerkprojekt
Die Saale und ihre Zuflüsse
Gesunde Flusslandschaften sind
Lebensräume
Das Ökosystem der Flüsse ist durch die Eingriffe des Menschen empfindlich
gestört. In Deutschland sind nur noch 10% der Flüsse naturnah - intakte
Auenwälder sind in Mitteleuropa selten geworden. Ein naturnaher Fluss
schlängelt sich in Mäandern durch die Landschaft. Er bildet Sandbänke und
Inseln aus und ist umgeben von einer artreichen Auenlandschaft. Intakte Flüsse
sind Heimat vieler bedrohter Tiere und Pflanzen; sie dienen als Hochwasser-,
Grundwasser- und Klimaschutz. Sie vernetzen als Biokorridore zwischen Land und
Wasser die unterschiedlichsten Lebensräume. Durch Laufbegradigung, befestigte
Ufer, Staustufen und Entwässerung von Auen sind Flüsse zu reinen Wasserläufen
mutiert.
Die katastrophalen Folgen:
- die Funktion der
Aue als Filter, Reiniger und natürliches Auffangbecken bei Hochwasser
fällt weg.
- Auenwälder können
nicht mehr als grüne Lungen dienen.
- durch jede
trockengelegte Feuchtwiese verlieren bis zu 500 Pflanzen und 2000
Tierarten ihre Heimat.
Die Alternative sind:
Ökologisch verträgliche Gesamtkonzepte für den Umgang mit dem Fluss in
unserer Region, der Saale:
- schrittweise
Renaturierung,
- Erweiterung der
naturnahen Abschnitte,
- Schutz der
Flußauen.
Lebendige Flüsse schaffen eine Vielfalt an Landschaftsformen und natürlichen
Lebensräumen. Lebendige Saale, das ist Wirklichkeit und Vision in einem:
wertvolle Biotope sind über Jahrzehnte zerstört worden. Die Wasserqualität hat
sich seit der Wende deutlich verbessert, in der einst schaumbedeckten Saale
sind wieder Fische!
Doch diese Wirklichkeit ist bedroht:
- durch ungenügend
geklärte Abwassereinleitungen,
- durch
„Belastungen" aus der Landwirtschaft und Industrie,
- durch
flussregulierende Verbauungen,
- durch Deichbau- und
Entwässerungsmaßnahmen.
Vision - LEBENDIGE SAALE
- Flusslandschaft,
deren noch vorhandene Reichtümer erkannt, entwickelt und gepflegt werden,
- wird in dem Maß als
Schiffsweg genutzt, wie es die Umwelt verträgt,
- Fluss, dem sich
Menschen stärker zuwenden, weil sie sich in ihm erholen und in ihm baden
und schwimmen können,
- selten gewordene
Arten kehren zurück.
Ziel:
- Belastungen des
Flusswassers weiter reduzieren,
- Nebenflüsse
schrittweise renaturieren,
- naturnahe Gebiete
unter Schutz stellen.
Für diese Ziele wird das Projekt: „Gewässernetz Lebendige Saale"
ins Leben gerufen !
Initiator: Wahlpflichtkurs Umwelt Sekundarschule Schkopau
Projektleiterin: Renate Dorn
Betreuer: Horst Zeitz vom Arbeitskreis Hallesche Auenwälder
Mitglieder des Projektteams:
- Sekundarschule
Schkopau - Untersuchungen zur Laucha Projektleiter: Frau Dorn
- Gymnasium Bad
Dürrenberg - Untersuchungen zum Ellerbach Projektleiter: Herr Kowalewski
- Ökologie Schule
Halle Franzigmark - Untersuchungen der Saale Projektleiter: Herr Meyer
- Berufsbildende
Schulen "Carl Wentzel" Saalkreis - Untersuchungen der Reide
Projektleiter: Herr Müller
- Unterstützung
durch:
- Arbeitskreis
Hallesche Auenwälder Kontakt: Herr Zeitz,
- BUND Kontakt: Herr
Kowalewski
- Naturschutzbund
Deutschland Kontakt: Herr Meyer
- Dow Chemical
Schkopau - materielle Unterstützung und Abwassermessung unterhalb
Korbetha
- Ausbildungsverbund
Olefinpartner e.V. im Learning Center von Dow Chemical Schkopau Leitung:
Herr Mahler, Frau Bürger Verantwortlich: Internetpräsentation der
erfassten Daten, Unterstützung bei chem. Untersuchung der Laucha
- Unterhaltungsverband
"Mittlere Saale - Weiße Elster" Kontakt : Herr Köcher
- Fachhochschule
Merseburg Kontakt: Frau Prof. Walther Untersuchung von Geisel und Klia
Ziel:
- Erfassung aller
Untersuchungen der Saale, ihrer Zuflüsse sowie benachbarter Stillgewässer
in der Datenbank „Gewässernetz Lebendige Saale"; Projektteam
ermittelt alle Arbeitsgruppen, die Untersuchungen erfasst haben
- Vergleich der
Untersuchungsergebnisse zur Darstellung der Entwicklung der Lebensräume
- Erarbeitung eines
Auswertungsrasters
- Ursachenforschung
von Grenzwertüberschreitungen gemeinsam mit Verantwortungsträgem wie dem
Staatlichen Amt für Umweltschutz
Was können Sie tun?
Wir brauchen zur Saale, ihren Zuflüssen sowie benachbarten Stillgewässern alle
vorliegenden und neuen Gewässeruntersuchungen zur Gewässerqualität, und
Schadstoffbilanzen: z.B.
- Wie viel Nährstoffe
fließen jedes Jahr, jeden Monat, jeden Tag der Mündung entgegen ?
- Woher stammen sie
und wie lassen sie sich eindämmen ?
- Dokumentationen zu
seltenen Pflanzen und Tieren in Feuchtbiotopen,
- Untersuchungen zur
Landnutzung im Einzugsgebiet (Satellitenbilder)
- Bachpatenschaften -
Bepflanzungen
- Zusammenarbeit mit
örtlichen Behörden und Naturschutzverbänden.
Arbeitsschritte:
- Verbindung mit
allen Beteiligten über www.LebendigeSaale.de - Festlegung Ziele,
Auswertungskriterien, Art der Diagramme zur effektiven Auswertung;
Verantwortlich: Projektteam
Termin: September 2002
- Erfahrungs- und
Datenaustausch zur Erstellung eines Konzeptes für den Umgang mit der Saale
Verantwortlich: Projektteam, alle beteiligten Schulen
Termin: März 2003
- Veröffentlichung
der Ergebnisse der Projektarbeit als Beitrag zu „Jugend forscht"
Verantwortlich: Projektteam
Termin: März 2004
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